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Verwilderung

 
 
Damit sich eine Zwiebelpflanzung zu ihrer vollen Schönheit entwickeln kann und in den nächsten Jahren wieder blüht, sind gute Standortbedingungen wichtig. Außerdem müssen sie sich ungestört entwickeln können. Es ist notwendig, dass die Blätter stehen bleiben, bis sie vollständig verwelkt sind. In dieser Zeit werden die Nährstoffe aus dem Blatt in die Zwiebel verlagert, die dann im nächsten Jahr für das Wachstum wieder zur Verfügung stehen.
 

Im Rasen
Krokusse zum Beispiel blühen über Jahre auf einem regelmäßig geschnittenen Rasen und in ziemlich trockener Erde. Aber das Laub muss die Möglichkeit haben, sich vollständig zu entwickeln. Das Gras sollte nicht gemäht werden, bis die Blätter der Krokusse verwelkt sind. Obwohl der Rasen noch unbenutzt ist, ist doch immer das drängende Gefühl da, den Rasenmäher herauszuholen und das Laub sofort nach der Blüte abzuschneiden. Das Laubwerk der Zwiebel bleibt stehen, damit sie sich durch die Photosynthese regeneriert und so Vorräte für die Blüte im folgenden Jahr einlagert. Dann können Sie sich auch im nächsten Frühling über die neue, farbenfrohe Blüte freuen.

Die Blüte ist vorüber, das Blattwerk wächst schnell und oft werden Samen gebildet. Für die Mehrheit der Zwiebeln, wie Chionodoxa und Scilla, ist die Möglichkeit wichtig, in feuchter, nährstoffhaltiger Erde ungestört Sämlinge zu bilden. So vergrößern sie in den folgenden Jahren schnell die Kolonie und überziehen die Wiese wie mit einem Blütenteppich.

Eine Auswahl für die Wiese mit Zwiebeln
• Allium ursinum (Bärlauch)
• Anemone nemorosa (Busch-Windröschen)
• Anemone ranunculoides (Gelbes Windröschen)
• Arum italicum (Italienischer Aronstab)
• Corydalis cava (Hohler Lerchensporn)
• Corydalis solida (Gefingerter Lerchensporn)
• Erythronium dens-canis (Echter Hundszahn)
• Fritillaria meleagris (Schachbrettblume)
• Galanthus nivalis (Schneeglöckchen)
• Hyacinthoides non-scripta (Waldhyazinthe, Bluebell)
• Ornithogalum umbellatum (Stern von Bethlehem)

Standort
Es gibt viele Standorte, an denen erfolgreich Blumenzwiebeln gesetzt werden können. Idealerweise sollten Pflanzungen ausreichend groß sein, damit sie sich dauerhaft entfalten können und so angelegt werden, dass sie leicht von jedem Standpunkt aus zu sehen sind. Große Rasenflächen sind besonders gut geeignet. Zusätzlich gewähren breite, gemischte Rabatten und Strauchpflanzungen Raum für langlebige Zwiebelpflanzungen. Ein Gehölzbereich kann durch die Kombination mit schattenliebenden Arten deutlich belebt werden. Geeignete Arten finden Sie in der vorhergehenden Liste.

Wo eine weniger naturhafte Pflanzung vorgesehen ist, ist die kleine, reizende Balkan-Anemone (Anemone blanda) in gemischten oder in reinen Farben wie weiß, pink und blau ideal. In einigen Fällen kann das Spanische Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica) besser eingesetzt werden als das heimische, denn an manchen Standorten entwickeln sich nichtheimische besser als heimische Arten.

Standort Boden
Die Erde muss sorgfältig überprüft werden, wenn eine Zwiebelpflanzung geplant ist. Feuchtigkeit, Humusgehalt und auch der ph-Wert (sauer oder alkalisch) spielen eine wichtige Rolle für den Erfolg. Die Erde sollte gut wasserdurchlässig sein. Ein geringer Humusanteil in der Erde kann mit einer Beigabe aus gut verrottetem organischem Material verbessert werden. Schwere lehmige und tonige Böden profitieren besonders von dieser Behandlung.

Die meisten Erden benötigen keine spezielle Behandlung, damit dort dauerhaft Zwiebeln gesetzt werden können. Natürlich gibt es einige Abhängigkeiten zwischen den Zwiebeln, die Sie pflanzen möchten, dem Boden und den Rahmenbedingungen, die vor Ort gegeben sind. Krokusse, Hyazinthen und Narzissen stehen gern in größerem, grasigem Gelände z.B. Mittelstreifen, auf Abhängen und vor Gehölzpflanzungen. Sie sind sehr brauchbar in extensiv genutzten Bereichen, wo es möglich ist, die Flächen mechanisch zu bepflanzen.

Düngen
Durch Düngen nach Maß beugt man dem Erkranken von Pflanzen und der erhöhten Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen vor; dies führt zu einer geringeren Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Das richtige Düngen sorgt auch für eine gute Bodenstruktur.
Man kann verschiedene Düngemittel wählen:
Kompost und tierischer Dünger. Dies sind organische Dünger. Es sind auch, wie schon zuvor beschrieben, gute Bodenverbesserer.
Naturdünger, die als Ergänzung zu organischem Dünger verabreicht werden.
Kunstdünger.

Der Düngertyp hängt von der Art der Bepflanzung und dem Zeitpunkt des Düngens ab.

Verwilderung
Pflanzen und Blumenzwiebeln, die sich selbst vermehren, stehen an einem Standort, der ihren Ansprüchen entspricht. Hier ist die Natur im Gleichgewicht. Bodenart, Struktur, Wasserhaushalt und Bepflanzung bilden eine harmonische, aufeinander abgestimmte Einheit. In einer ausgewogenen Situation düngt man normalerweise nicht dazu.

Vielleicht geht aus ein paar Anzeichen (oft sichtbar am Blatt der Pflanzen) hervor, dass ein Mangel an einem bestimmten Nährstoff herrscht. Dann empfiehlt sich die Verwendung zusätzlicher Dünger. Diese Dünger sind organisch und passen dadurch besser in die natürliche Umgebung, in der sich die Pflanzen befinden.

Zusatzdünger ergänzen spezifische Mängel in der Pflanzennahrung aus organischen Düngern, wie Phosphordünger (Phosphor), Melassekali (Kali: ein Abfallprodukt aus der Nahrungsmittelindustrie). Schließlich gibt es Dünger mit Kalk wie etwa Kalkalgen (Korallen-, Algenkalk), die den Säuregrad des Bodens regulieren.
Falls man diese einmal pro Jahr verwendet, ist es für die Blumenzwiebeln wichtig, dass dieses Düngen gleich nach der Blüte stattfindet.

Gras mähen
Als Regel für das Mähen von Gras mit Blumenzwiebeln darin gilt: durchschnittlich 6 bis 8 Wochen nach der Blütezeit kann man damit anfangen. Das Gras mit darin gepflanzten
Blumenzwiebeln kann erst nach dem Absterben der herausragenden Zwiebelteile gemäht werden. Manche Blumenzwiebeln wie Chionodoxa, Scilla und Eranthis pflanzen sich mit Hilfe von Samen fort. Die Samen müssen also ausreichend Gelegenheit